Biografie
Geri Kühne war ein vielseitiger und profilierter Schweizer Volksmusiker, Musikkenner und Publizist. Das «Benkener Urgestein» prägte die Schweizer Ländlerszene sowohl als Musiker an verschiedenen Tasteninstrumenten als auch mit seiner pointierten und kritischen Feder.
Aufgewachsen im Gasterland, lebte Geri Kühne in Benken SG. Seine Eltern führten dort das Restaurant Krone, das er später selbst übernahm. Das Wirtshaus war über viele Jahre ein Treffpunkt für zahlreiche musikalische Gäste und bildete einen wichtigen Hintergrund für sein vielseitiges Wirken.
Während langer Zeit war Geri Kühne vor allem in der Unterhaltungsmusik aktiv, unter anderem mit seiner Formation Sweeping Trio. Später wandte er sich verstärkt der traditionellen Ländlermusik zu. Für sein Heimatdorf komponierte er das bekannte Stück «Bi üs dähai». Darüber hinaus engagierte er sich für die Bewahrung des musikalischen Erbes, etwa bei der Transkription von mehr als 80 Kompositionen des Musikers Dolfi Rogenmoser für das Haus der Volksmusik.
Auch als Autor machte sich Geri Kühne einen Namen. Im Laufe seines Lebens verfasste er über 1500 Kolumnen und Beiträge zur Volksmusikszene. Seine Texte waren fundiert, scharf beobachtet und oft bewusst pointiert. Als engagierter Verfechter der traditionellen Volksmusik hinterfragte er moderne Inszenierungen, Playback-Auftritte und aus seiner Sicht unpassende Showelemente kritisch.
Geri Kühne engagierte sich zudem beim Verband Schweizer Volksmusik und für das Heirassa-Festival in Weggis. Bei Radio Tell war er als Redaktor und Moderator tätig. In seiner eigenen Sendung «Zu Besuch bei...» führte er dank seines grossen Netzwerks regelmässig Gespräche mit bekannten Persönlichkeiten der Schweizer Volksmusik und vermittelte sein umfassendes Wissen einem breiten Publikum.
Nach langer Krankheit verstarb Geri Kühne im November 2022. Sein musikalisches, publizistisches und organisatorisches Wirken bleibt ein bedeutender Teil der Schweizer Volksmusikgeschichte.
Konzertant
Klavier